Greift die Plattform über!

Video Games erscheinen im Normalfall immer für mehrere Plattformen. Abgesehen von einigen Firmen, die aus markenstrategischen Gründen darauf verzichten, suchen vor allem im Indie-Bereich die kleinen Publisher immer die größtmögliche Reichweite. Und die gibt es eben nur, wenn man für PC und diverse Konsolen entwickelt.
Plattformübergreifend sind die Titel dann verfügbar, oft als Download-Titel für XBLA, PS3, PS Vita, und/oder Wii Ware. Das ist zwar schick, bedeutet aber nur selten, dass die Spiele auch plattformübergreifend spielbar sind. Jüngestes Beispiel aus meiner eigenen Spielesammlung ist FIFA 13. Seit dem letzten Jahr ist das Game auf Konsole und PC auf gleichem Stand, aber weder die Konsolen sind untereinander kompatibel, noch kann man auf dem PC gegen Konsolengegner antreten. Jeder spielt in seiner eigenen Plattformwelt online gegeneinander. Welch verschwendetes Potenzial. Wie gerne würde ich gegen Kumpels FIFA spielen, die auf der Playstation zocken. Doch EA macht uns einen Strich durch die Rechnung.
Ich will Electronic Arts aber nicht als Buhmann darstellen (das mache ich dann in einem separaten Artikel über FIFA 13). Es gibt viele Publisher, die einfach nicht bedenken, welche Möglichkeiten sich ergeben könnten. Als positives Gegenbeispiel sei hier 2k bzw. Firaxis mit Civilization 5 genannt, bei dem Mac- und PC-Nutzer gegeneinander spielen können. Auch auf Java basierende Spiele wie Minecraft verfügen über diesen Vorteil, was natürlich auch an der Kompatibilität Javas selbst liegt.
Fairerweise muss man natürlich zugeben, dass die Programmierung eines Spiels für verschiedene Plattformen sehr aufwendig ist. Aber es ist ja auch nicht so, dass die Firmen damit nicht auch Geld verdienen würden. Der Aufwand jedenfalls würde sich lohnen.