Kleene Otzelotze! [52 Games]

NerdDerby nimmt am Projekt 52 Games teil. Thema in dieser Woche: Tiere.

Tiere machen mich krank! Ja das ist nunmal so, wenn man eine Tierhaarallergie hat. Aber dagegen gibt es Medikamente und ich mag die meisten Vierbeiner so gerne, dass ich trotz tränenden Augen, kratzendem Hals und schniefender Nase gerne mit ihnen kuschle, wenn sie nicht schnell genug wegrennen!

Nun geht es aber ja um Tiere in Computerspielen. Auch dort liebe ich die Viecher, besonders weil meine Auge trocken, mein Hals schmerzfrei und meine Nase ruhig bleibt. Kuscheln fällt einem dort allerdings etwas schwerer. Doch wegrennen können sie hier wie dort sehr gut! Erst kürzlich musste ich dies leidlich feststellen, als ich auf unserem nigelnagelneuen Minecraft-Server versucht habe, einen Ozelot zu zähmen. Diese niedlichen kleinen Gesellen wurden damals zum Update 1.2.4 erst frisch ins Spiel implementiert und nachdem Konni mit tatkräftiger Unterstützung eines Creepers grade fast mein komplettes Wolfsrudel gekillt hatte, dachte ich mir, dass so ein Ozelot da doch ein toller Ersatz und ein guter Schutz vor weiteren Sprengstoffattentaten wäre.

Also machte ich mich auf, um ein Ozelot zu zähmen. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte, wie man den niedlichen Dschungelbewohner für sich gewinnen kann, scheiterte ich zuallererst an der Herstellung einer Angel. Klingt doof, aber ich versuche bei Minecraft bei fast allen Rezepten erstmal fleißig selbst herum, wie man etwas baut, bevor ich das Wiki bemühe. Aber bei der Angel scheiterte ich kläglich. Nach guten fünf Minuten hab ich also gespickt und mir das Ding endlich gebaut!

Die Vorbereitung

Angel gepackt und -Petri Heil!- ab an unseren Fluss zum Fischen! Und ich bitte euch, was ist das denn für eine idiotische Beschäftigung. Ich dachte schon, ich bin zu doof um die Viecher zu erwischen, aber zu meiner Zufriedenheit haben mir mehrere Leute bestätigt, dass sie auch nur sehr zäh zum Angelerfolg kamen. Ich stand also mal eben gute 15 Minuten am Ufer und habe wie ein chinesischer Angel-Bot auf WoW stupide meine Angel ins Wasser gepfeffert. Dabei wurde etwa alle drei Minuten mein resigniertes Seufzen von einem euphorischem Jubel unterbrochen, als es doch mal ein Fisch in mein Inventar geschafft hat.

Nach dem fünften Fisch hatte ich schlicht und ergreifend keinen Bock mehr und ich könnte wetten, mein Minecraft-Ich hat einen halben Lebenspunkt ob der vom vielen Angeln wund gewordenen Fingern abgezogen bekommen!!

Wenn bei den großen Wölfen meistens schon zwei Knochen reichen, um sie dir hörig zu machen, dann wird so ne kleine Mieze doch mit fünf Fischen zufrieden sein. Ich meine, wie soll die denn überhaupt so viel in ihren kleinen Körper bekommen?

Erster Kontakt

Also auf in den Dschungel und ein Ozelot gesucht. Und oh Wunder! Nachdem meine bisherige “Mission Ozelot” ja eher schleppend voranging, wurde ich positiv überrascht. Ich habe relativ zügig ein getigertes Exemplar gesichtet. Also mal direkt hingesprintet. Doof nur, dass der Kleine ebenso schnell davongelaufen ist.

Kopf -> Tisch

Klaro! Die sind ja scheu! Hatte ich auch gelesen. Nur nach dem langen stupiden Angeln war ich halt auf einfache Arbeitsabläufe konditioniert. Also bin ich langsam hinterher ins tiefe Gestrüpp geschlichen. Bis er aber endlich mal stehen geblieben ist, um an meinem lecker duftenden Fisch zu schnuppern, dauerte es dann doch wieder seine Zeit. Aber, hey! Wer 15 Minuten Fische fängt, der kann dann auch noch fünf Minuten einem Ozelot hinterhertigern.

Als es dann endlich so weit war und der kleine Racker sich erbarmt hat, mir und meinem Fisch mehr Beachtung zu schenken, war ich schon ganz euphorisch. Zur Belohnung hab ich ihm dann direkt den ersten Fisch hingeschmissen und er hat ihn sich schmecken lassen. Dann den zweiten und er war noch lange nicht satt! Als er den dritten mit einem ebenso großen Appetit verschlungen hat, wurde ich dann schon etwas nervös. Mein Futter schien er zu mögen, aber mich noch nicht. Nach dem vierten Fisch schlug das Gefühl dann ziemlich schnell in Panik um. Und als der Ozelot sich dann nach meinem letzten hart erarbeiteten Fisch zufrieden und vollgefressen ins Dickicht verabschiedete, schlug mein Gemütszustand aber GANZ schnell in Wut um.

Und wäre ich nicht bei Greenpeace und somit strikt gegen die sinnlose Tötung von Tieren; ich hätte meinen Fisch eigenhändig wieder aus dem Magen dieses %$%!$$% geholt! Ja, das war einer der seltenen Momente, in denen ich mal so richtig meine Contenance verlor. Es wurde dann auch sehr schnell aus der Mehrzahl von Ozelot Otzelotze und was dann daraus gedichtet und gesungen wurde, könnt ihr vielleicht aus der Verbindung zwischen der Überschrift und einem kleinen Jungen namens Lukas, der es vor einigen Jahren bei der Super Nanny zu zweifelhaftem Ruhm geschafft hat, erraten.

Und jetzt ihr!

Weil es so lustig war einen Ozelot zu fangen, dachte ich mir, ich mache es gleich noch einmal und nehme es auf. Aber damit nicht genug: Ich werde nebenher eine Stoppuhr laufen lassen und meine Server-Kollegen und alle anderen die Lust haben in einem “Let’s Challenge Minecraft” herausfordern. Wer schafft es am schnellsten ein Ozelot zu zähmen?

Kommentare
  1. Yeah, das habe ich auch letztens gemacht. Leider nerven Katzen extrem, wenn man sie mit in die Tunnel nimmt, dann laufen sie einem immer vor den Füßen rum. Neben "mitkommen lassen" und "an einer Stelle sitzen bleiben" müsste es noch die Option "zu Hause bleiben" geben. So dass sie sich frei bewegen können, aber nicht zum Spieler teleportieren.

    • Und für die Zucht an sich müsste man ihnen auch einen anderen Besitzer zuweisen können.

  2. Und vor allem werden sie nicht teleportiert wenn man lange Strecken im Minecart zurücklegt. Ich hab gestern zwei Ozelots gezähmt. Vermutlich mögen die Miezen Flo einfach nicht.

  3. Flo

    Wie kann man mich denn nicht mögen??? Doofe Miezen!

PLATZ FÜR DEINE MEINUNG