League of Legends: WM-Finale

Eine Million Dollar! Keine Angst, ihr seid nicht im extrem verspäteten Review zu Austin Power Teil 1 gelandet, sondern bei League of Legends.

Um die genannte Summe wird heute ab 17:30uhr PDT im Finale der LoL-Weltmeisterschaft gekämpft. Die Finalisten kommen beide – ihr habt es sicher schon geahnt – aus Ostasien. Der Süd-Koreaner Azubu Frost wird es mit dem Taiwanesen Taiepei Assassins aufnehmen. Live verfolgen könnt ihr das Ganze hier.

Preisgelder dieser Höhe ist man in der Regel eher aus den südkoreanischen Starcraft-Wettbewerben gewohnt. Es erscheint allerdings nur logisch, dass bei der WM solch hohe Summen ausgeschüttet werden, wenn man dieser Grafik glaubt.

Doch wie kam es soweit, dass ein Spiel, das vor dem Release noch als plumpester aller Dota-Klone verunglimpft wurde, plötzlich so erfolgreich wird?

Natürlich spielt die Qualität des Titels eine Rolle, aber vor allem wurde ein ideales Produkt für Contests erschaffen. Denn, analog zu Starcraft, muss ein Game Eigenschaften besitzen, um in einer gewissen Professionalität gespielt zu werden.

Den eigenen Skill ausspielen zu können, ist ein entscheidender Faktor. Das Spiel muss dem Zocker eine hohe Auswahl an Entscheidungsmöglichkeiten bieten. Diese müssen zudem darauf ausgelegt sein, Spezialisierungen zu belohnen.

Ich will jetzt sicher nicht in die leidige Diskussion über Schwierigkeitsgrade, Casual- vs. Progamer etc. einsteigen. Aber League of Legends bietet ein ausgefeiltes Gameplay, dessen Balance vor allem darauf beruht, dass der Spieler verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl hat, um den Gegner bei seinen Aktionen zu kontern. Solch ein Spielsystem bietet zudem viel mehr Platz für Fehler. Und die Möglichkeit des facettenreichen Versagens ist es die einen Sport zum Erfolg macht. Denn nur durch Fehler des einen kommt es zu überraschenden Ereignissen, die fesseln und begeistern.

Also, wenn ihr heute Nacht nichts Besseres vorhabt, es ist ja schließlich NUR Samstag, schaltet den Stream ein. Taucht ein in das Wechselspiel aus Spezialisierungen, Entscheidungsmöglichkeiten und unvorhersehbaren Fehlern. Und seid begeistert!

Kommentar
  1. Ich spiele selbst recht… intensiv LoL. Ich wunder mich trotzdem, dass es so Erfolgreich im E-Sport bereich ist. Da es dafür eigentlich IMO nie wirklich ausgelegt war. Was man schon daran gesehen hatte, dass es sehr lange gedauert hat, bis man einen Spectator Modus eingebaut hatte, was eigentlich Standard ist für e-sport Titel. Man hatte damals den Client so verändert, dass ein 1ter Champion da war, der in einem Team war und einfach nur beobachtet hat.

    Dazu kommmt das "bezahl" Modell. Es ist ja auf den ersten Blick doch recht "fair". Free 2 Play, man macht Punkte mit denen man die Champions und Runen freischalten kann, wer nicht warten kann, der kann sich mit Echtgeld Riot Points kaufen und Champions kaufen oder Skins für Champions.

    Aber genau da liegt meiner Meinung nach auch einer der größten Schwächen die gegen LoL als e-sport Titel sprechen. Wenn man neu anfängt hat man 10 Champions zur verfügung. Man muss sich alle erstmal ferischalten. Das Problem ist jetzt, dass es keinerlei Bundle o.Ä. gibt, womit man alle Champions oder wenigstens den größten Teil der Champions bekommt. (Gab es früher, mittlerweile ist das nicht mehr lohnenswert, da es zu viele "neue" Champions gibt). Man kann sich auch einfach ausrechnen wie lange es dauern würde, sich alle Champions mit IP freizuschalten bzw. mit RP zu kaufen. Ich glaube beim kauf, wäre man so im Breiech 200-300 €.

    Dazu kommt noch die ungerade Umrechnungsquote von Euro -> RP. Man hat immer RP übrig und kann nie alles bis auf 0 ausgeben.

    League of Legends hat sich einfach auch durchgesetzt, weil es einfach ist. Im Vergleich zu Dota, Dota 2 und HoN die wirklich 1:1 Klone sind, hat LoL einfach sehr viel abgespeckt und vieles einfacher gemacht. Wodruch man als Casual auch einfacher rein kommt.

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